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Wer sich ‚ganzheitlicher (oder holistischer) Lebensberater‘ nennt, nimmt ein grosses Wort in den Mund. Ich sehe diese Bezeichnung nicht als Werbe-Klischee, sondern als Versprechen an meine KlientInnen, in schwierigen und ‚hoffnungslosen‘ Fällen auch mal über den Tellerrand zu schauen und Ansätze auszuprobieren, die auf einen ersten Blick exotisch oder gar gefährlich wirken mögen.

LSD-Therapie

Eine dieser neuen Schienen ist die LSD-Therapie. Ja, richtig gelesen: Therapie. Die meisten kennen LSD aus der Hippie-Bewegung, wo die Droge (die eigentlich vor 75 Jahren als Medikament konzipiert worden war) massiv verteufelt wurde – wahrscheinlich nicht zuletzt aus politischen Gründen, weil die Flower-Power-Blumenkinder eine unwillkommene Schar von (Vietnam-)Kriegsgegnern waren.

Und ja, LSD ist nicht ohne: wie jedes Medikament hat es durchaus auch mögliche Nebenwirkungen.

Grosses Potenzial

Dennoch sind wir Schweizer momentan Vorreiter beim Versuch, das Medikament LSD als Therapeutikum endlich zu etablieren, denn offenbar hat es das Potenzial, Menschen mit Depressionen zu helfen – Menschen, die schon alles versucht haben und oft nur noch den Suizid als Ausweg sehen.  

LSD ist kein Wundermittel, das Depressionen oder Angst/Panikstörungen einfach wegwischt: Es ist viel mehr ein Katalysator, der eine Psychotherapie massiv vertiefen und nachhaltigere Veränderungen im Gehirn fördern kann. LSD und Psychotherapie gehören also zusammen. 

Nachdem ich nun eine Sondergenehmigung des BAG erhalten habe, habe ich in Zusammenarbeit mit Dr. Peter Gasser (einem der hocherfahrenen LSD-Pioniere) und Professor Mathias Liechti von der SÄPT) bereits mit meinen ersten Therapieversuchen begonnen – und diese sind vielversprechend. 

Wenn alles gut läuft, kann ich schon demnächst hier im Patak Blog über erste Erfahrungen berichten.  

Mein erstes Fazit hier schon mal im Voraus:

  1. Manchmal muss man die eigenen Scheuklappen abwerfen und Grenzen sprengen, um das Unwahrscheinliche zu erreichen.
  2. Vorurteile – sogar gegenüber Drogen – können auch Stolpersteine sein.
Photo by Pretty Drugthings on Unsplash

Bücher sind alles andere als reiner Zeitvertreib und Futter fürs Gehirn, denn Bücher stecken voller Worte, und Worte sind mächtig – mächtiger als den meisten bewusst ist. Bei Fachbüchern sind sich die Leser über die Macht der Worte einig, dass sie etwas in uns bewirken, uns weiterbringen, während sich bei Fiktion die Gemüter scheiden. Zu Unrecht. Denn die Sprache ist etwas vom Einflussreichsten, was unserer Evolutionsküche entsprungen ist, und sie bewirkt Unglaubliches, wenn man sie einzusetzen weiss – ganz egal, wo.

Im Anfang war das Wort

Nicht ganz zufällig gebührt dem Wort in der Bibel ein Ehrenplatz, heisst es doch im Johannesevangelium:

Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. (…) In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht begriffen.

„Das Licht scheint in der Finsternis.“ … Hmm!

Ich gebe zu, als eingefleischter Agnostiker habe ich mich noch nie so wirklich dem Bibelstudium hingegeben, aber dieser Satz lässt es in mir als Thrillerautor kribbeln.

„Das Licht scheint in der Finsternis.“

Wasser auf meine Mühlen, vertrete ich doch die Meinung, dass auch das Düstere, das Gruselige, uns irgendwie weiterbringen kann. Dass der Thriller, der Krimi, die Gothic Fiction, ein (einigermassen) sicherer Weg ist, unseren eigenen Ängsten zu begegnen – und sie durch Konfrontationstherapie aufzulösen.

Die Macht der Worte

Worte können magisch wirken – ob gesprochen oder gelesen. Sie können kreieren oder zerstören, können liebevoll gesprochen werden wie von einer Mutter, die ihrem Kind ein Märchen vorliest, oder mit der vernichtenden Gewalt eines Adolf Hitler. Worte sind unsere Begleiter und Führer, wenn wir uns auf die Reise nach innen begeben. Der Lichtkegel in der Dunkelheit.

Bücher als Heilmittel

Wussten Sie, dass es in der Psychotherapie den Begriff der Bibliotherapie gibt? Oh ja: Bücher werden gezielt als Heilmittel eingesetzt, als Katalysator, der beeindruckende Seelenprozesse in Gang setzen kann.
Doch es wird noch überraschender: Offenbar helfen düstere Geschichten – also Krimis, Thriller, Gruselgeschichten – sogar bei Depressionen, obwohl man ja eher das Gegenteil vermuten würde. Wie es dazu kommt, lesen Sie im folgenden Artikel aus der Frankfurter Allgemeinen: Heilende Worte.