Bibliotherapie

Bücher sind alles andere als reiner Zeitvertreib und Futter fürs Gehirn, denn Bücher stecken voller Worte, und Worte sind mächtig – mächtiger als den meisten bewusst ist. Bei Fachbüchern sind sich die Leser über die Macht der Worte einig, dass sie etwas in uns bewirken, uns weiterbringen, während sich bei Fiktion die Gemüter scheiden. Zu Unrecht. Denn die Sprache ist etwas vom Einflussreichsten, was unserer Evolutionsküche entsprungen ist, und sie bewirkt Unglaubliches, wenn man sie einzusetzen weiss – ganz egal, wo.

Im Anfang war das Wort

Nicht ganz zufällig gebührt dem Wort in der Bibel ein Ehrenplatz, heißt es doch im Johannesevangelium:
(weiterlesen im PATAK BLOG: Bibliotherapie)

Spinnen

Spinnen haben ihren festen Platz in meinem Leben. Nicht, dass ich die kleinen Krabbeltiere besonders liebe, aber sie sind ein Thema mit viel „Fleisch am Knochen“, sowohl in meinem Ärztealltag (Spinnenphobie ist gar nicht so selten) wie auch in etlichen Gruselromanen und -filmen, in denen Spinnen dank ihres negativen Images eine tragende Rolle spielen. Oder haben Sie ‚Arachnophobia‘ noch nicht gesehen?
Persönlich erlebte ich mein erstes Spinnentrauma im zarten Alter von sechs Jahren, als ich bei meiner Großmutter Jeremias Gotthelfs Originalausgabe von „Die schwarze Spinne“ aus dem Jahre 1842 fand und darin herumblätterte. Das Horror-Wesen (siehe Bild), das mich aus den vergilbten Seiten anglotzte, verfolgte mich noch jahrelang in meinen Albträumen.

Evolutionstechnisch lässt sich vermuten, dass wir gelernt haben, bei gewissen Tieren und Insekten instinktiv eher mit einer Phobie zu reagieren, wenn besagte Tiere/Insekten sich über die Jahrtausende als besonders gefährlich erwiesen. Spinnen, Skorpione und Schlangen gehören zu jener Kategorie — einer Kategorie, die man im normalen Leben (vor allem in wärmeren Ländern) durchaus ernst nehmen sollte, und die deshalb in der Gruselliteratur auch ihren festen Platz gefunden hat.
Im Radio hörte ich kürzlich von einem Experten, einem Arachnologen, dass die über tausend Spinnengattungen in der Schweiz völlig harmlos seien, und nur zwei davon könnten überhaupt beißen (was harmlose ‚Moskito-Stiche‘ hinterlassen würde).

Doch wie alles auf dieser Welt haben auch Spinnen zwei Seiten — die Spinnen sogar eine wunderschöne, und wenn mir als Kind mehr solch hübsche Spinnen begegnet wären, hätte ich die kleinen Biester wohl schon längst ins Herz geschlossen. Dieses Video soll dazu dienen, eingefleischten Arachnophobikern einen Hauch von Sympathie für unsere wenig geliebten Achtbeiner einzuflößen.

Übrigens: Spinnenangst lässt sich bei vielen Menschen in kürzester Zeit z.B. mit EFT (emotional freedom technique) auflösen. Bei einigen meiner KlientInnen gelang dies in weniger als 45 Minuten (im Vergleich: bei kognitiver Verhaltenstherapie dauert es in der Regel 2-4 Monate …). Falls Ihnen also beim Genuss des Videos warm um die Ohren wird, schauen Sie doch mal bei mir vorbei!

Doch zuvor noch etwas fürs Gemüt:

Pfauenspinne

Fokus

Vor 500’000 Jahren kannten wir nur einen Job, und der hieß Überleben. Gott, war das ein stressbefreites Leben, damals in der Höhle!
Doch der Zeitgeist hat einiges verändert, und so geht es heute hauptsächlich um Leistung und Profilierung, weil sonst unser liebes Ego daherkommt und uns einredet, dass wir kleine, wertlose, ungeliebte Würstchen sind, und das kommt nun gar nicht in die Tüte.

Doch es kommt noch schlimmer: Nicht nur der Beruf, auch die Partnersuche ist inzwischen leistungsdominiert, und die ausgelutschte Weisheit „sei einfach du selbst“ ist zur Lippenbekenntnis verkümmert. De facto müssen wir cool sein, smart, schnell, charmant, fit, schön, faszinierend, und natürlich brauchen wir das passende Tattoo zum passenden Mercedes.

Leben ist also Leistung. Um etwas zu leisten, müssen wir fokussiert sein. Und hier stolpern wir über die eigenen Füße, nämlich über den verflixten Zeitgeist — denn wir leben im Zeitalter der 1001 Fokusse, in einer Welt der ultimativen Verzettelung, auf Neudeutsch Multitasking.

Dass Multitasking dem Menschen weder liegt noch gut tut, ist längst erwiesen. Diejenigen, die sich auf ihr Hansdampf-in-allen-Gassen-Talent immer noch etwas einbilden, sind hoffnungslose Realitätsflüchtlinge, die sich mit koffeinzittrigen Fingern den eigenen Ast absägen.

Fokus heißt das Schlüsselwort, und diesen verschollenen Schatz gilt es zu suchen und – falls wir ihn finden – wie ein Heiligtum zu schützen. Denn er entscheidet nicht nur über unsere Leistungsfähigkeit, sondern auch über unsere längerfristige Zufriedenheit im Leben.
Anbei ein Artikel von Harry Groenert, der es auf den Punkt bringt:
Fokus.

Hoffnung & Angst

Der Winter hat uns fest im Griff, die Sonne verblasst zu einer fernen Erinnerung, und wir hoffen auf ein baldiges Ende des Frostes, auf einen herzerwärmenden Frühling — nun ja, ich zumindest tue das, wäre ich doch lieber in den Tropen geboren…

Wir hoffen.

Ein Satz, der nachdenklich stimmt. In meiner Tätigkeit als Lebensberater und Coach versuche ich tagtäglich, meinen KlientInnen Hoffnung zu spenden, ihnen neue, „hoffnungsvolle“ Wege zu zeigen, Probleme aufzulösen.

In meinem Alter Ego-Leben als Schriftsteller schreibe ich mit Wonne über jene Dinge, die uns das Gruseln lehren, die in uns …

Glaube

„Ich glaube.“

Ein geläufiger und ziemlich alltäglicher Satz, wenn ich sage, „ich glaube, wir haben keine Milch mehr im Kühlschrank.“
Doch sobald der Satz im Zusammenhang mit Religiosität steht, mit irgendeinem Gottesglauben, so wird er zum heiligen Satz, zum magischen Satz — und, wie mir scheint, zum Persilschein für jede Stumpfsinnigkeit, die uns in den (Un-)Sinn kommt.

Ich liebe angeregte Streit- und Grundsatzgespräche, solange die Argumente stark sind. Doch sobald jemand mit dem Holzhammer des „ich weiß!“ (= „ich glaube“) zuschlägt, kriege ich Zustände. Oder muss mich auf meine philosophische Ader zurückbesinnen, die da murmelt …

 

Chaos und Ordnung

Ich habe ihn schon mehrfach erwähnt: meinen ehemaligen Hypnose-Mentor Dr. Gary Bruno Schmid, Herrscher über die Quantenphysik, über Chaos und Ordnung. Ein Mann, der ein herrlich übergreifendes Wissen aufweist und im folgenden Artikel die erste Rubrik schreibt. Gary ist ein eingefleischter Anti-Esoteriker, und dennoch berichtet er mit seinen „Klick-Phänomenen“ von Ereignissen, die früher klar in die Eso-Kiste verbannt wurden, über Begebenheiten, die eher magisch wirken als wissenschaftlich. Doch Gary ist nicht nur Psychologe und Hypnosetherapeut, sondern auch ein Quantenphysiker, und somit weiss er, von was er spricht.

Die neblige Zone zwischen Wissenschaft und Unerklärlichem

Im folgenden Artikel befassen sich Fachleute ganz verschiedener Disziplinen mit dem Thema Chaos und Ordnung, und sie alle betreten die neblige Zone zwischen Wissenschaft und dem Unerklärlichen: ein Psychologe, ein Dirigent, ein Physiker, ein Biologe und eine Philosophin. Lassen Sie sich inspirieren!

Drama, Unheil, Desaster

Wie Edgar Allan Poe so schön sagte: „Was wir auch sehen oder scheinen, ist bloß ein Traum in einem Traum.“

Ist also unsere Phantasie möglicherweise die ultimative Wahrheit? Eine seltsame Frage, natürlich — aber schließlich bin ich (unter anderem) Schriftsteller, und unsereins stellt sich die seltsamsten Fragen.

Also mal andersrum: haben Sie schon einmal einen Liebesroman gelesen oder sich einen Thriller im Fernsehen angeschaut? In beiden Kategorien gibt es reichlich von dem einen Element namens Drama. Im Thriller sowieso, aber auch der Liebesroman/-film muss gespickt sein mit Szenen, in denen die Heldin oder der Held leidet, an seine Grenzen kommt und sein Leben alles andere als cool findet. Das muss so sein, weil die Story sonst stinklangweilig wäre und wir uns die Abend-Nachrichten angucken müssten, um bezüglich Drama auf unsere Rechnung zu kommen.

Drama. Unheil. Desaster. Konflikt. Aufregung.

Offenbar suchen wir alle nach dem brenzligen Stoff, der das Leben ankurbelt, ihm Pfeffer gibt. Es scheint pervers, paradox, und doch liegt der Trieb in der menschlichen Natur. Vielleicht, weil wir aus dem Ganzen etwas lernen, dabei reifen? Geht es nur darum?

Nun stellen Sie sich vor…

 

 

Am Anfang war das Wort

Als Schriftsteller und Hypnosetherapeut bin ich dem Wort sehr nahe, es ist mein Hauptarbeitsinstrument. Für die einen sind Worte Schall und Rauch, für die anderen reine Magie. Interessanterweise steht in der Bibel „Am Anfang war das Wort“ – ein Satz, den ich in der Online-Lutherbibel gleich unter dem Titel „Das Wort ward Fleisch“ fand. Eine Metapher, die darauf hindeutet, dass Worte alles andere als nur …